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Letztes Update: 18.05.08 | 18:01

Teilnehmerliste 2007
MR. Dr. Dietrich Lahoda, Dr. Aboufazeli Jasamin, Dr. Gregor Stolz, Dr. Mihelak Isabella, Dr. Apfelthaler Karin, Christine Lahoda, Schwaighofer Christian, Trauner Martin, Schellhorn Alfred, Aichinger Sigfried, Chand Sat Prakash, Thomas Leitner

Endlich geht es wieder los !

Am 03.11.2007 machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Mauretanien. Zum ersten mal nehmen wir die Reise nach Westafrika mit dem Flugzeug und nicht mit den eigenen Fahrzeugen in Angriff. So sparen wir mindestens 9 Tage Anreise, was sehr wichtig ist, denn um 4 Wochen Urlaub am Stück zu bekommen braucht man einen wirklich sehr netten Chef.

Unser geplantes Ziel ist die Region Gorgol, ca. 450 Kilometer (also eine Tagesreise), von Nouakchott entfernt am Senegal Fluß.

Bei unserem letzten Besuch haben wir gesehen, dass Gesundheit ohne Sauberkeit nicht möglich ist. Sauberkeit ohne vernünftiges, reines Trinkwasser, geht auch nicht. Also haben wir uns entschlossen, dass wir den Menschen in dieser benachteiligten Region Trinkwasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung stellen.

Diese Anlagen bauen wir aus ausrangierten Anlagen in unserer Region, hier in Salzburg, zusammen. Fast alle Skihütten und Hotels sind mit solchen Anlagen ausgestattet. Nach einigen Jahren werden die Servicekosten, aufgrund der Technikerstunden, in den meisten fällen zu teuer und die Betreiber entschließen sich in sehr vielen Fällen zu einer komplett neuen Anlage – gut für uns, denn wir bekommen die „alte“ Anlage. Wir sanieren die Anlagen und ändern sie so weit, dass sie ohne die anfällige Elektronik funktionieren und vor Ort von einem Elektriker oder Schlosser repariert werden können.

So weit, so gut. Wir haben also bei unserem letzten Besuch ein Dorf ausgewählt, die Örtlichen Gegebenheiten erfasst und die Anlage hier in Österreich zusammen gebaut. Da uns noch einige Daten bezüglich des Brunnens fehlten ist unser mauretanischer Partner, Hans Obenaus, zu „unserem“ Dorf am Fluß Gorgol gefahren um die benötigten Daten zu erheben.

Und dort, welche Überraschung, steht eine Wasseraufbereitungsanlage. Die Japaner haben diese Anlage genau an der Stelle gebaut, die auch wir ausgesucht haben. Das Dorf und das Gesundheitsamt, die ja alle von unserem Vorhaben wussten und die nötigen Genehmigungen ausgestellt haben, haben nichts gesagt. Wir haben natürlich nachgefragt und erfahren, dass zwei Anlagen besser sind als eine ?! Sie meinten dass es ja leicht möglich sein kann dass die Japanische Anlage nicht funktioniert und dass Sie dann ja noch unsere haben.- Ist ja nicht unlogisch -

Aber da in Westafrika natürlich noch viele Dörfer existieren die gar keine Anlage haben mussten wir umplanen und ein neues Dorf für die Anlage aussuchen. Es geht also im Grunde genommen wieder von Vorne los, Ort aussuchen, Genehmigungen besorgen, Anlage so bauen damit die zu den örtlichen Gegebenheiten passt, usw.

Ja, ja, Helfen ist nicht immer einfach ;-)

Aber nun wieder zurück zu unserem medizinischen Einsatz !

Wir konnten bei der Royal Air Maroc Flugtickets mit je 40 Kilogramm Freigebäck bekommen. 15 Kilo persönliche Ausrüstung und 25 Kilo Medizin pro Person.

Wir werden in zwei Gruppen mit je 2 Ärzten, einem Krankenpfleger und einem Fahrer arbeiten. In jedem von uns besuchten Dorf werden wir 2 Tage verbringen. Ein Mediziner arbeitet im Dorf und der zweite macht „Hausbesuche“ bei Menschen die nicht zur „Krankenstation“ kommen können.

Am 3 Tag übersiedeln wir zum nächsten Dorf und verbringen den Tag mit dem 2 Team gemeinsam im Busch.
Und so weiter, und so weiter …
So können wir ca. 8 Dörfer abarbeiten und, wie wir im letzten Jahr gesehen haben, ca. 1.300 Patienten betreuen.

In der letzten Woche unseres Aufenthaltes werden wir in den Senegal fahren um ein, von einer Deutschen Hilfsorganisation betriebenes und finanziertes Projekt zu besuchen. Es wird in Mbour ein Kinderkrankenhaus gebaut. Wir haben angeboten die Trinkwasseraufbereitung zu übernehmen und werden uns vor Ort die Gegebenheiten ansehen.

Vorsichtshalber haben wir bereits eine UV Anlage nach Westafrika verschifft. Das Trinkwasser wir in einer solchen Anlage mit UV Licht bestrahlt dass die Keime abtötet. Eine solche Anlage wird direkt an die Hauptwasserleitung des Krankenhauses angeschlossen, ist sehr Wartungsarm, hat kaum Betriebskosten und arbeitet sehr effektiv.

Solche Anlagen werden auch hier in den österreichischen Krankenhäusern verwendet. Und das obwohl wir sogar in unseren Seen von Trinkwasser Qualität sprechen !
Übertriebene Sauberkeit ?

NEIN !
Wir alle können sehr Froh sein, dass es uns so gut geht und wir in einer so wohlbehüteten Umgebung leben dürfen.
Keiner muß ein schlechtes Gewissen haben, dass es uns gut geht, aber jeder soll sich darüber im Klaren sein, dass ein Grossteil der Weltbevölkergung um das Tägliche Überleben kämpfen muß.

Also auf ein neues.
Wir sind immer auf der Suche nach neuen Projekten die unseren Mitmenschen das tägliche Leben ein bisschen leichter machen.

Für Vorschläge haben wir immer ein offenes Ohr.




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